Abstinenzkontrollen Drogen / Alkohol

 

Sind Sie durch Alkohol oder Drogen mit dem Verkehrsrecht in Konflikt gekommen und müssen sich deshalb einer MPU unterziehen, sollten Sie sich darüber informieren, ob Sie für die MPU Abstinenznachweise oder Leberwertbefunde benötigen (Alkoholabstinenznachweis / Drogenabstinenznachweis).

Wenn Sie nicht sicher sind, ob in Ihrem Fall ein Verzicht auf Drogen oder Alkohol für ein positives Gutachtenergebnis erforderlich ist oder wenn Sie nicht wissen, wie lange Sie Ihre Abstinenz nachweisen müssen, erkundigen Sie sich zunächst in unseren kostenlosen Informationsveranstaltungen.

Wurde Ihnen bereits von Fachleuten mitgeteilt, dass Abstinenzbelege oder Leberwertkontrollen nötig sind (z.B. von Suchtberatern oder Empfehlungen von Vorgutachtern), kümmern Sie sich rechtzeitig darum. In unseren Begutachtungsstellen können Sie alle Kontrollen durchführen lassen, die für eine MPU erforderlich sind. Unsere Laboranalysen sind amtlich anerkannt und genügen den Ansprüchen aller MPU-Stellen und Verkehrsbehörden in allen Bundesländern. Zu Ihrer Bequemlichkeit übernehmen wir dann für Sie die komplette Organisation (Terminvergabe, Probenentnahme, Laboranalysen, Befundübermittlung, Schreiben an die Behörde).

Nachweis eines unschädlichen Alkoholgebrauchs

Wenn Sie nicht auf Alkohol verzichten, lässt sich ein unschädlicher Konsum von Alkohol unter Zuhilfenahme folgender Laboranalysen stützen:

  • Leberwertbestimmung (Gamma-GT, GOT, GPT, CDT) über Blutproben


Wollen Sie über einen längeren Zeitraum nachweisen, dass Sie keinen Alkoholmissbrauch betreiben, empfiehlt sich im Normalfall die Kontrolle der Leberwerte. Dafür sind Blutentnahmen in regelmäßigen Abständen (ca. alle 8 - 10 Wochen) erforderlich. Sie können die Erhebung der Leberwerte in unseren Begutachtungsstellen oder bei einem Arzt durchführen lassen. Auf jeden Fall muss die Bescheinigung der Laborergebnisse die Normbereiche angeben und mit dem Stempel und der Unterschrift des Arztes versehen sein. Sind Ihre Leberwerte normal, lässt sich daraus ableiten, dass Ihr Alkoholkonsum bisher keine Schädigung der Leber zur Folge hatte. Waren Ihre Leberwerte in der Vergangenheit erhöht und haben sich nun wieder normalisiert, spricht die Verringerung für einen Rückgang Ihrer Alkoholkonsummengen und stützt damit in gewissem Umfang auch eine Abstinenzbehauptung. Bewiesen wird eine alkoholfreie Lebensführung oder eine Trinkpause mit der Vorlage von Leberwerten allerdings noch nicht.

Alkohol-Abstinenznachweis

Wenn Sie auf Alkohol verzichten und über einen längeren Zeitraum nachweisen wollen, dass Sie keinerlei Alkohol zu sich nehmen, lässt sich eine alkoholabstinente Lebensführung unter Zuhilfenahme folgender Laboranalysen stützen:

  • Haaruntersuchungen auf Ethylglucuronid (EtG)
  • Urinuntersuchungen auf Ethylglucuronid (EtG)

 

In unseren Begutachtungsstellen für Fahreignung bieten wir Ihnen die Untersuchung Ihrer Haare auf Alkoholrückstände (Haaranalyse) und die Durchführung von Alkoholabstinenz-Kontrollprogrammen (Urinanalysen) an. Unsere Laboranalysen sind amtlich anerkannt und genügen den Ansprüchen aller Verkehrsbehörden und MPU-Stellen in allen Bundesländern.

Die Haaranalyse kommt allerdings nur in Betracht, wenn Ihre Haare chemisch unbehandelt sind (d.h. nicht gefärbt, gebleicht o.ä.) und Sie über eine ausreichende Haarlänge und Haarmenge verfügen. Mit einer Haaranalyse auf Ethylglucuronid können Sie höchstens drei Monate alkoholfreier Lebensweise belegen, da nur ein kopfhautnaher Haarabschnitt von maximal 3 cm analysiert werden darf. Da die Kopfhaare durchschnittlich einen Zentimeter monatlich wachsen, benötigen Sie beispielsweise zum Nachweis eines alkoholfreien Zeitraums von 6 Monaten zwei Haaranalysen im zeitlichen Abstand von drei Monaten mit einer Haarlänge von jeweils 3 cm. Von den Kopfhaaren wird dann ein etwa Kleinfinger-dickes Haarbüschel benötigt. Sie können die Haaranalyse in unseren Begutachtungsstellen oder bei einem anderen dafür anerkannten Institut durchführen lassen. Auf jeden Fall muss die Bescheinigung der Laborergebnisse die Cut-off-Werte enthalten sowie mit Stempel und der Unterschrift versehen sein.

Reicht Ihre Haarlänge nicht aus oder lehnen Sie aus anderen Gründen eine Haaranalyse ab, lässt sich Alkoholfreiheit auch über ein Alkoholabstinenz-Kontrollprogramm mittels Urinanalysen belegen.

Mit Abstinenz-Kontrollprogrammen, die Ethylglucuronid (EtG) im Urin untersuchen, kann die Aufnahme auch geringer Alkoholmengen für bestimmte Zeitspannen ausgeschlossen oder nachgewiesen werden. Dafür müssen Sie zu mehreren Zeitpunkten, die für Sie nicht vorhersehbar sind, Urinproben abgeben. Die Urinproben werden auf den Marker Ethylglucuronid untersucht, der sehr empfindlich auf Alkohol reagiert und daher sehr zuverlässige Aussagen über eine vorangegangene Alkoholaufnahme erlaubt.

Wenn Sie Ihre Alkoholenthaltsamkeit mittels Urinkontrollen nachweisen wollen, sollten Sie selbstverständlich vor den Kontrollen ausreichend lange keinerlei Alkohol aufgenommen haben. Da eine zu starke Verdünnung des Urins die Verwertbarkeit Ihrer Probe beeinträchtigen kann, sollten Sie am Tag der Probenentnahme und am Vortag keine größeren Flüssigkeitsmengen und keine harntreibenden Getränke (z.B. Kaffee, Tee, Cola) bis zur Probenabgabe zu sich genommen haben.

Die Ergebnisse von Alkoholabstinenzkontrollprogrammen werden bei der MPU nur anerkannt, wenn die Verfahrensweise den amtlichen Richtlinien entspricht (hausärztliche Urinkontrollen genügen meistens nicht!). Erkundigen Sie sich daher vor Ihrer MPU bei uns, ob Ihre Nachweise alle Anforderungen erfüllen.

Am einfachsten ist es, wenn Sie diese Kontrollen gleich bei uns durchführen lassen, da Sie dann sicher sein können, dass die Laboruntersuchungen nach den geltenden Richtlinien durchgeführt werden. Wir bieten Ihnen sowohl die Bestimmung der Leberwerte als auch die Untersuchung des Urins und der Haare auf Ethylglucuronid in unseren Begutachtungsstellen an. Unsere Alkohol-Abstinenzkontrollen und Laboranalysen sind amtlich anerkannt und genügen den Ansprüchen aller Verkehrsbehörden und MPU-Stellen in allen Bundesländern.

Drogen-Abstinenznachweis

Unter Zuhilfenahme folgender Laboranalysen lässt sich eine drogenabstinente Lebensführung stützen.

  • Haaruntersuchungen auf Drogen und Drogenabbauprodukte (Haaranalyse)
  • Urinuntersuchungen auf Drogen und Drogenabbauprodukte (Drogenkontrollprogramm)


In unseren Begutachtungsstellen für Fahreignung bieten wir Ihnen die Untersuchung Ihrer Haare auf Drogenrückstände (Haaranalyse) und die Durchführung von polytoxikologischen Drogenkontrollprogrammen über Urinanalysen an. Unsere Laboranalysen sind amtlich anerkannt und genügen den Ansprüchen aller Verkehrsbehörden und MPU-Stellen in allen Bundesländern.

Die Haaranalyse ist zumeist am einfachsten und kostengünstigsten, um einen Abstinenznachweis zu erbringen. Sie kommt allerdings nur in Betracht, wenn Ihre Haare chemisch unbehandelt sind (d.h. nicht gefärbt, gebleicht o.ä.) und Sie über eine ausreichende Haarlänge und Haarmenge verfügen. Da die Kopfhaare durchschnittlich einen Zentimeter monatlich wachsen, benötigen Sie beispielsweise zum Nachweis eines drogenfreien Zeitraums von 6 Monaten eine Haarlänge von mindestens 6 cm. Von den Kopfhaaren wird dann ein etwa Kleinfinger-dickes Haarbüschel benötigt. Sie können die Haaranalyse in unseren Begutachtungsstellen oder bei einem anderen dafür anerkannten Institut durchführen lassen. Auf jeden Fall muss die Bescheinigung der Laborergebnisse die Cut-off-Werte enthalten sowie mit Stempel und der Unterschrift versehen sein.

Reicht Ihre Haarlänge nicht aus oder lehnen Sie aus anderen Gründen eine Haaranalyse ab, lässt sich Drogenfreiheit auch über ein polytoxikologisches Drogen-Kontrollprogramm mittels Urinanalysen belegen.

Zur Durchführung des Drogenkontrollprogrammes müssen Sie nach kurzfristiger Einbestellung zu mehreren Zeitpunkten, die für Sie nicht vorhersehbar sind, Urinproben abgeben (Stichprobenerhebung). Die Urinproben werden chemisch-toxikologisch auf Drogenrückstände untersucht. Über welchen Zeitraum sich die Kontrollen erstrecken sollten, hängt von der in Ihrem Fall geforderten Abstinenzdauer ab. Wenn Sie nicht sicher sind, wie lange Sie Ihre Abstinenz nachweisen müssen, sollten Sie dies im Vorwege durch ein persönliches Beratungsgespräch klären. Am Ende des Drogenkontrollprogramms erhalten Sie von uns einen Abschlussbericht, in dem alle Ergebnisse niedergelegt sind und den Sie bei der MPU vorlegen.

Wenn Sie Ihre Drogenfreiheit mittels Urinkontrollen nachweisen wollen, sollten Sie grundsätzlich folgendes beachten:

  • Verzichten Sie während des Kontrollzeitraums auf den Verzehr mohnhaltiger Nahrungsmittel (Brötchen mit Mohn, Mohnkuchen u.ä.).
  • Meiden Sie Orte, an denen Rauschmittel konsumiert und von Ihnen unbeabsichtigt, z.B. durch Einatmen, aufgenommen werden könnten (Passivkonsum).
  • Nehmen Sie am Tag der Probenentnahme und am Vortag keine größeren Flüssigkeitsmengen und keine harntreibenden Getränke (z.B. Kaffee, Tee, Cola) bis zur Probenabgabe zu sich, da eine zu starke Verdünnung des Urins die Verwertbarkeit Ihrer Probe beeinträchtigen kann.

 

Selbstverständlich sollten Sie vor den Kontrollen ausreichend lange keine Drogen zu sich genommen haben.

Die Ergebnisse von Drogenkontrollprogrammen werden bei der MPU nur anerkannt, wenn die Verfahrensweise den amtlichen Richtlinien entspricht (hausärztliche Urinkontrollen genügen meistens nicht!). Erkundigen Sie sich daher vor Ihrer MPU bei uns, ob Ihre Nachweise alle Anforderungen erfüllen.

Auch bei Einnahme von Medikamenten kann der Abstinenznachweis über ein Drogenkontrollprogramm geführt werden. Wenn Sie unsere Untersuchungsstelle über die verabreichten Medikamente informieren, wird dies selbstverständlich bei der Ergebnisbewertung berücksichtigt.

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