Vorbereitung auf die MPU

 

Ihre zuständige Fahrerlaubnisbehörde wird Sie über Anlass und Fragestellung der bevorstehenden Begutachtung informieren. Wie in jeder Situation, in der Sie beurteilt oder geprüft werden, sollten Sie wissen, was von Ihnen erwartet wird. Informieren Sie sich also frühzeitig und holen Sie sachlich richtige Informationen über Ablauf, Inhalt und Umfang der Begutachtung sowie die notwendigen Anforderungen für ein positives Fahreignungsgutachten ein. Nur so können Sie sich gut vorbereiten und günstige Voraussetzungen schaffen.


Machen Sie sich bewusst, worum es eigentlich geht: Die Behörde zweifelt an Ihrer Fahreignung, weil Sie Fehler im Verkehr gemacht haben – beispielsweise waren Sie beim Fahren alkoholisiert, standen unter Drogeneinfluss oder sind immer wieder zu schnell gefahren. Damit haben Sie sich und andere gefährdet. Die Verkehrsbehörde hat die Pflicht, für die Verkehrssicherheit zu sorgen und die Allgemeinheit vor Fahrern zu schützen, die sich in Zukunft wahrscheinlich wieder so gefährlich verhalten werden.

In der MPU wird geprüft, ob Sie in Zukunft als Fahrer wieder ordnungsgemäß am Straßenverkehr teilnehmen können und wahrscheinlich nicht wieder die gleichen oder ähnliche Fehler machen.

Zur Vorbereitung auf das verkehrspsychologische Untersuchungsgespräch ist es daher hilfreich, wenn

  • Sie über Ihre Fahrpraxis nachdenken und wann Ihnen der Führerschein erteilt oder entzogen wurde.
  • Sie sich Gedanken darüber machen, worauf die von der Behörde geäußerten Bedenken an Ihrer Fahreignung beruhen können.
  • Sie sich bewusst machen, dass Offenheit und Kooperationsbereitschaft wichtige Grundvoraussetzungen für ein positives Gutachten darstellen.


Falls Sie häufiger durch Verstöße gegen allgemeine Verkehrsbestimmungen aufgefallen sind oder gegen andere gesetzliche Bestimmungen verstoßen haben, überlegen Sie sich,

  • welche Gründe es dafür geben könnte und welche Konsequenzen Sie daraus gezogen haben,
  • was Sie dazu beigetragen haben, dass es bis zum (drohenden) Führerscheinentzug kommen konnte und was Sie tun können, um eine Wiederholung dieser Situation zu verhindern,
  • wie Sie in Zukunft sicherstellen wollen, dass Sie nicht (erneut) mit den Straßenverkehrsgesetzen in Konflikt kommen.


Falls Sie durch Alkohol oder Drogen im Straßenverkehr aufgefallen sind, überlegen Sie sich,

  • wie es dazu kommen konnte, dass Sie berauscht gefahren sind,
  • wie Ihr Alkohol- oder Drogenkonsum mit Ihrem Fehlverhalten im Straßenverkehr zusammenhängt,
  • welche Konsequenzen Sie daraus gezogen haben, dass Sie alkoholisiert oder unter dem Einfluss von illegalen Rauschmitteln gefahren sind,
  • wie Sie in Zukunft sicherstellen wollen, dass Sie nicht (erneut) unter unzulässig hohem Alkoholeinfluss oder unter Drogenwirkung am Straßenverkehr teilnehmen.


Sprechen Sie über diese Fragen mit einer Vertrauensperson. Lassen Sie sich eine kritische Rückmeldung geben, welche Fragen Sie schon gut durchdacht haben und für welche Fragen Sie noch keine überzeugenden Antworten gefunden haben. Überlegen Sie, wer Ihnen dabei helfen könnte, dass Ihre MPU ein Erfolg wird. Lassen Sie sich evtl. von Fachleuten beraten, um in Ihrem persönlichen Einzelfall die notwendigen Voraussetzungen für ein positives Gutachtenergebnis zu klären (z.B. hinsichtlich des günstigsten MPU-Termins, geforderter Abstinenznachweise etc.)

Zur Vorbereitung auf die medizinische Untersuchung ist es hilfreich, wenn Sie schon vorher ärztliche Atteste oder Bescheinigungen einholen, die für die Beurteilung Ihrer Fahreignung wichtig sein könnten und diese dann am Untersuchungstag vorlegen (z.B. Laborbefunde, Medikamentenverschreibung etc.). Kümmern Sie sich auch um den Nachweis Ihrer Abstinenz, falls Sie Alkohol- oder Drogenverzicht üben (Abstinenzkontrollen).

Auf jeden Fall lohnt es sich, unsere kostenlosen Informationsveranstaltungen zu besuchen, um zuverlässig und aktuell informiert zu werden.

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