Allgemeiner Ablauf der MPU

Wie lange dauert die MPU?

Die Begutachtung der Fahreignung besteht aus mehreren Teilen, die an einem Tag durchgeführt werden. Wir nehmen uns ausreichend Zeit für Sie, damit alle Dinge besprochen werden können, die für die Beurteilung der Fahreignung wichtig sind – aus Ihrer und aus der Sicht der Gutachter. Daher wird die gesamte Begutachtung in der Regel etwa 3 - 4 Stunden in Anspruch nehmen. Wir bemühen uns um einen zügigen Ablauf der Untersuchungsabschnitte, da wir wissen, dass lange Wartezeiten nicht nur lästig sind, sondern auch die Nervosität unnötig steigern.


Wenn Sie mehr wissen wollen - hier erhalten Sie weitere Informationen zum Thema Ablauf der MPU.

Darf ich am Morgen vor der Untersuchung essen?

Ja, Sie dürfen am Tag der MPU Nahrung zu sich nehmen. Für die medizinischen Untersuchungen ist kein leerer Magen nötig. Frühstücken Sie also so wie immer und bringen Sie sich ruhig auch etwas Verpflegung mit, wenn Sie möchten.

Wie schnell bekomme ich einen Termin für die MPU?

Sie erhalten einen Untersuchungstermin in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen, nachdem Ihre Akte bei uns eingegangen ist und Ihr Untersuchungsentgelt bei uns verbucht wurde. Wenn Sie es besonders eilig haben, setzen Sie sich am besten telefonisch mit uns in Verbindung, damit wir Ihnen einen frühest möglichen Termin reservieren können.

Kann ich das MPU-Entgelt in Raten zahlen?

Nein, Ratenzahlung des MPU-Entgelts ist bei uns nicht möglich.

Brauche ich einen Dolmetscher für die MPU?

Wenn Deutsch nicht Ihre Muttersprache ist und Sie sich nicht ausreichend auf Deutsch verständigen können, muss ein amtlich anerkannter Dolmetscher zur Begutachtung hinzugezogen werden. Sind Sie unsicher, ob Ihre Sprachkenntnisse ausreichen, besuchen Sie am besten eine unserer kostenlosen Informationsveranstaltungen, um sich einen Eindruck über die erforderlichen Sprachkenntnisse zu verschaffen. Im Zweifelsfall ist es besser, einen Dolmetscher zu Hilfe zu nehmen, da das Gutachtenergebnis entscheidend von Ihren sprachlichen Äußerungen abhängt. Im Vorwege der Begutachtung werden Sie von uns aufgefordert mitzuteilen, ob Sie einen Dolmetscher hinzuziehen wollen. Wir werden dann gegebenenfalls eine geeignete Person beauftragen (die Auswahl muss die Begutachtungsstelle treffen).

Was muss ich zur MPU mitbringen?

Alle Unterlagen, die im Zusammenhang mit Kraftfahreignung stehen, sollten am Untersuchungstag mitgebracht und vorgelegt werden. Dazu gehören insbesondere Laborbefunde, Vorgutachten, Bescheinigungen über Beratungen, Therapien oder die Teilnahme an Selbsthilfegruppen. Auch eine Liste mit den Bezeichnungen der Medikamente, die im letzten Halbjahr von Ihnen eingenommen wurden, ist zweckdienlich. Am Untersuchungstag erhalten Sie außerdem noch einen Fragebogen zu Ihrem Gesundheitszustand, denn wir wollen sicherstellen, dass wir keine falschen Schlüsse aus körperlichen Besonderheiten ziehen.

 

Die Gutachter werden Ihre Unterlagen sichten und diejenigen verwerten, die für die Beurteilung wichtig sind.

 

Sind Sie Brillenträger, sollten Sie auch Ihre Sehhilfe dabei haben.

Kann ich bei meiner zweiten MPU zu einer anderen Begutachtungsstelle gehen?

Sie können frei entscheiden, bei welcher Begutachtungsstelle Sie Ihre Kraftfahreignung untersuchen lassen wollen. Es besteht keine Verpflichtung, immer wieder zur gleichen Stelle zu gehen. Wählen Sie diejenige aus, die Ihnen am ehesten zusagt. Für uns als Gutachter ist es verständlich, wenn Sie sich nicht nochmals bei einer Stelle untersuchen lassen wollen, von der Sie vorher ein negatives Gutachten erhalten haben. Genauso nachvollziehbar ist es aber auch, wenn jemand genau deshalb nochmals zur gleichen Stelle geht, um nun zu zeigen, dass sich inzwischen Wesentliches verändert hat. Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl und wählen Sie die Stelle aus, die Ihnen persönlich am angenehmsten erscheint, damit Sie möglichst unbelastet in die Untersuchung gehen!

Worin unterscheidet sich die MPU, wenn ich schon einmal mit einem negativen Ergebnis begutachtet worden bin?

Die Kosten und der Ablauf der MPU sind gleich, wenn Sie in der Zwischenzeit nicht weitere Delikte begangen haben (z.B. Fahren ohne Fahrerlaubnis). Allerdings werden Sie in der Zweitbegutachtung sicherlich danach gefragt werden, was Sie seit der Vorbegutachtung unternommen haben, um die Voraussetzungen für eine günstige Verkehrsverhaltensprognose zu schaffen. Im Vorgutachten sind die wesentlichen Gründe niedergelegt, die zum damaligen Zeitpunkt einem positiven Ergebnis entgegenstanden. Das Gutachten enthält in der Regel auch Empfehlungen zur Verbesserung Ihrer Eignungsvoraussetzungen. Daher liegen Ihnen – anders als MPU-Neulingen – bereits die wesentlichen Informationen vor, die für die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis erforderlich sind. Sie sollten diese nutzen und sich erst dann wieder einer MPU unterziehen, wenn Sie die erforderlichen Veränderungen zur Wiederherstellung Ihrer Kraftfahreignung vollzogen haben. Wenn Sie unsicher sind, wann eine erneute Begutachtung zweckmäßig ist, erkundigen Sie sich danach bei dem Gutachter, der Ihr Gutachten erstellt hat oder klären Sie dies in einem persönlichen Beratungsgespräch mit einem qualifizierten Verkehrspsychologen.

Werde ich in der MPU auch zu Auffälligkeiten befragt, die länger als 10 Jahre zurückliegen?

Hierzu verweisen wir auf die neuen geltenden Bestimmungen bei den Tilgungs- und Verjährungsfristen.

 


Es kann vorkommen, dass Straftaten sogar 15 Jahre lang verwertbar sind, wenn in der Zwischenzeit keine Erteilung der Fahrerlaubnis erfolgte, oder mehrere Straftaten in dieser Zeit begangen wurden.

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