Anlässe für die MPU

Nach schwerwiegenden oder zahlreichen Verkehrsauffälligkeiten mit hoher Wiederholungswahrscheinlichkeit ist in Deutschland eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) vorgeschrieben. Die häufigsten Ursachen sind Alkohol oder Drogen am Steuer sowie das Erreichen/ Überschreiten von 8 Punkten im Verkehrszentralregister. Die MPU wird von der Fahrerlaubnisbehörde (Führerscheinstelle, Landratsamt) veranlasst. Mit Hilfe von Experten soll geklärt werden, ob die auffällig gewordene Person wieder dazu geeignet ist, ein Fahrzeug sicher im Straßenverkehr zu führen. In der Regel werden die Betroffenen nur mit einem positiven MPU-Ergebnis von der Fahrerlaubnisbehörde wieder zur motorisierten Straßenverkehrsteilnahme zugelassen.

In bestimmten Fällen kann die Fahrerlaubnisbehörde auch ein fachärztliches Gutachten anfordern, um die Fahreignung abzuklären, z.B. bei

  • Abhängigkeit von Alkohol, Drogen oder Medikamenten,
  • medizinischen Besonderheiten (Diabetes, Bluthochdruck, Anfallsleiden etc.),
  • illegalem Besitz oder Konsum von Betäubungsmitteln.

 

Folgende Gründe führen in der Regel dazu, dass die Führerscheinstelle eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) fordert, um über die Fahreignung einer Person entscheiden zu können:

  • Verkehrsteilnahme unter unzulässig hohem Alkoholeinfluss oder wiederholte Alkoholauffälligkeiten (Fragestellung Alkohol)
  • Häufige Verstöße gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen oder wiederholte Auffälligkeiten in der Probezeit (Fragestellung Verkehr)
  • Vorzeitige Erteilung einer Fahrerlaubnis (Fragestellung Mindestalter)
  • Vorliegen von Hinweisen auf gesundheitliche Erkrankungen oder Beeinträchtigungen (Fragestellung Gesundheitsstörung).